24.06.08
Irgendwie hatte ich so einen Beitrag zuallerletzt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und dann auch noch bei "Report" vermutet, aber offensichtlich kann man sich auch täuschen, der staatliche Rotfunk scheint doch nicht so rot zu sein, wie alle sagen:

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Die Entscheidung für den Antrag, Berlin zur Hauptstadt zu machen, war nur durch die Stimmen der SPD möglich. Da haben sie also auch gemeinsame Sache gemacht. Was ja laut Argumentation der Union und FDP ein untrügliches Zeichen dafür sei, daß auch auf Bundesebene eine Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen werden kann (SPD-Präsidentschaftskandidatin) - also eine schwarz-geld-rote Koalition im Bund? Naja, farblich würde es ja passen.
Und schlimmer noch: Die ungeprüfte Aufnahme alter "Blockflöten" aus Ost-Union, LDPD und vor NDPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) nach der Wende in CDU und FDP. Diese Parteien waren teils extremer als die SED, versuchten diese links zu überholen und mancheiner machte dort unheimliche Karrieren, die nur durch besondere Dienste erklärbar erscheinen, wenn ihr versteht, was gemeint ist...
An sich könnte mir ja ihr blödes Gelaber egal sein, wenn sie keine politische Macht hätten. Aber das haben sie ja Dank ihrer FÜHRER-Figur Oskar und der momentanen Schwäche der Volksparteien.
Und Kauz, ja ich wünschte auch, daß die Welt ein besserer Ort wäre und Leid und Ungerechtigkeit nicht existieren würden. Aber wie die Geschichte gezeigt hat, ist der Kommunismus dafür definitiv nicht die Lösung. Schon die Theorie ist brutal fehlerhaft, wie soll es dann in der Praxis klappen? Um die Welt zu verbessern, ist der Mensch nicht von einem Kollektiv abhängig, das jedem sagt, was richtig und falsch ist, sondern von seinem Verstand und seinem individuellen Mitgefühl, daß er nur in einer freien Gesellschaft ans Licht bringen kann, wenn er seinen eigenen Wert erkennt.
Sag mir was der Kommunismus der Menschheit Gutes gebracht hat! Ich sehe nur Tod, Leid und Zerstörung!
Hab auch nie gesagt, daß ich die LINKE ganz toll finde. Aber ebenso wie bei der von dir ins Feld geführten NPD ist der Umgang zu plump. Warum werden diese Parteien gewählt?
Solche platten Sprüche über die politische Vergangenheit der Mitglieder bringen es nicht, wenn die FDP mit alten Blockpfeifen ihre Mitgliederzahl 1990 zeitweise verdreifachte.
Es geht einfach um Fehler der sog. Volksparteien, von denen sich das Volk nicht mehr hinreichend vertreten fühlt. Ein demokratischer Prozeß, der zur Fehlersuche der Vorzeige-Demokraten führen sollte, was jedoch leider nicht geschieht. Das Problem allerdings ist Hausgemacht und bleibt bestehen.
Und die BRD bekleckert sich auch nicht grad im Ruhm. Sie ist Mehrheitsaktionär der Telekom, die ihrerseits mißliebige Journalisten von Ex-MfS-Mitarbeitern überwachen läßt... Wackere, pluralistische Demokratie!
In die Hände spucken ziemt sich ja nicht und mit anpacken erst recht nicht. Also schön nen Typen für die nächsten vier Jahre wählen und hoffen, daß alles gut wird. Wenn nicht kann man ja immer noch schimpfen. Sind ja eh immer die anderen Schuld! Auch wenn ich zu faul bin, meinen gewaltigen Arsch zu erheben und meine Situation zu verbessern könnte. Wieso sollte ich? Dosenbier schmeckt und Arbeit ist eh scheiße! Die Liberalen sind eh ALLES Heuschrecken, Kommunismus ist an sich ne gute Idee, aber leider nicht durchsetzbar und Demokratie ist nur gut, wenn sie meiner Meinung ist.
Das ist eins von vielen Problemen. Und damit kann man nichts gewinnen. Gibt ja noch andere nette Länder, wo man hin kann
Extreme sind Scheiße, aber letztlich folgt eben immer auf ein Extrem das andere. Und am Ende gleicht es sich irgendwo in den Graustufen dazwischen aus. Im Moment ist es halt zu Monopol-lastig, dann kommt wieder ein Links-Ruck, dann wird die Gesellschaft vielleicht auch mal auf ein gesundes Mittelmaß kommen.
Fazit: zu einem wirklichen pluralistischen System gehört auch eine Partei links von der Mitte.
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