Che Guevara: Fooling middle class white kids since 1967
6. Dezember 2008 von CRen
[Aktueller Song: "I.D.I.O.T." von The Slapstickers]
Es gab da mal in Südamerika ein reiches Söhnchen, das keine Lust mehr auf dem Mief der Bürgerlichkeit und teure Kurhotels hatte. Stattdessen setzte es sich ein Barett auf und zog aus, fortan aus dem Dschungel für Kommunismus und gegen seine Herkunft zu kämpfen. Notfalls auch mit Gewalt. Das reiche, argentinische Söhnchen wurde Kampfgenosse von anderen südamerikanischen Wirrköpfen aus besserem Hause.
Seither prangt sein Konterfei auf T-Shirts reicher Jugendlicher, die auch gern mal ein bisschen revoluzzen wollen. Oder von Plakaten der Friedensbewegung. Oder von Speisekarten von stylischen Cocktail-Bars.
Sein Name ist Che Guevara und den durfte sogar einer der stinkenden Wannabe-68er-Idioten mit Anarchie-Symbol neben dem PDS-Emblem auf der Levis-Jeanskutte bei uns in der Schule an die Wand malen.
Dass der nette Revoluzzer Che, wenn er gekonnt hätte, für die Durchsetzung seiner irren Ideale die Welt in Stücke gebombt und seine politischen Gegner gleich zu tausenden exekutiert hätte, interessiert weder stylische Cocktail-Schlürfer oder Pazifisten, noch andere Rote-Welle-Surfer.
Trotzdem nervt Che. Und deshalb hat sich jemand den Che-Mart ausgedacht. Dort kann Anti-Che-Merchandise geordert werden, um der seit Jahrzehnten latent grassierenden Chephilie ein Ende zu setzen. Und das wäre doch wirklich mal ein Fortschritt.
Lesenswert auch das “be like Che”-Tutorial.
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Geschrieben in Allgemein | 0 Kommentare | Tags: Che Guevara, Kommunismus, Kommunist, Kuba, Revolution, Revoluzzer, Südamerika, Zigarre
