17.06.08
Musste ich erst fast 29 werden und Hämorrhoiden von nervigen Achtstundentagen auf unbequemen Bürostühlen bekommen, um zu merken, dass es tatsächlich Spaß machen kann, Sport zu machen?OK, richtiger Sport war es nicht, mehr so ein fünfminütiges Streetballspiel gegen zwei ebenfalls untrainierte Sesselpupser und die Lunge hing mir danach auch aus dem Hals, aber es war immerhin ein Anfang.
Die Endorphinausschüttung war bombig und irgendwie war es auch ein bisschen cool, wie diese mittelalten Typen in den amerikanischen Comedyserien einfach fettschwitzend-untrainiert ein paar Körbe auf einen dieser unkaputtbaren städtischen Basketballkörbe zu werfen.
Anders als damals im Sportunterricht haben wir es für uns und aus Spaß getan, nicht weil irgendeine Kampfwurst von Sportlehrer uns dazu zwang, unsere pubertierenden Körper vor kichernden Mädchen der Häme preiszugeben und mit sportlichen Höchstleistungen zu ruinieren. Damals ging es darum, Sportlehrer und Mädchen zu zeigen, wer der Größte war, heute war es einfach so, die Freude an der Bewegung und am Ballspiel.
Die Kinder vom Spielplatz nebenan jedenfalls waren ein sehr dankbares Publikum, staunten uns alte Männer bewundernd ob unserer mickrigen Leistungen an und fragten voller Ehrfurcht, ob sie auch mal werfen dürften. Wir fühlten uns richtig väterlich, als wir einen Siebenjährigen mit einschlägiger Basketball-AG-Erfahrung mitspielen ließen und ganz ohne Schummeln gegen ihn verloren.
Ein gutes Gefühl!


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Und ich möchte mal daran erinnern, dass du die Hälfte des Spiels nicht am Spiel teilgenommen sondern dich lieber ausgeruht hast
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