31.08.07
Heute war ein großer Tag, denn heute habe ich die letzte Spritze vom ersten Chemo-Zyklus bekommen. Jetzt hab' ich erstmal, also mindestens, wenn nicht sogar bestimmt und ich freue mich da wirklich drüber, das Wochenende frei. Irgendwann im Lauf der kommenden Woche geht's weiter. Und das nicht zu knapp, nämlich von vorne, mit Venenkatheter, wochenlangem an-die-Wand-starren und literweise Platin und anderer flüssiger Schwermetalle, die mir in meine erlauchten Adern gepumpt werden. Wenn alles gut läuft, ist Freund Krebs danach mausetot. Als kleinen Vorgeschmack und zur Förderung des allgemeinen Krebszellen-Mitgefühls durfte ich heute dann auch erstmal erfahren, was es eigentlich heißt, tot zu sein.
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29.08.07
Liebe Leute, ich bin echt enttäuscht von Euch. Beim Durchgehen älterer Beiträge ist mir aufgefallen, dass qualitativ hochwertige Beiträge, auf die ich selbst besonders stolz bin, fast gar kein Feedback bekommen haben, wohingegen Bild- Pop- und Polemiklastiges sowie Irrelevantes und Intolerantes in der Regel übermäßig viele Kommentare erhält. Auch Beiträge zum Thema "Mac vs. PC" sind überrepräsentiert in Sachen Kommentare. Das kann doch nicht sein... lest Ihr den Kram nicht? Stimmt Ihr mir einfach zu? Seid Ihr so unkonzentiert oder wollt Ihr Euch einfach nicht in Diskussionen einlassen?
So oder so habe ich jetzt ein ganz schlechtes Bild von Euch und bin jetzt ganz doll enttäuscht!
28.08.07

Das ist so widerlich. Franzosen, Chinesen, Amerikaner, vielleicht auch einen Italiener, das kann man essen. Aber einen Österreicher? Das grenzt wirklich an Perversion, sowas schmeckt doch gar nicht!
28.08.07
Cola enthält 27 Prozent Zucker. Das ist ohne chemische Tricks wohl kaum zu steigern, könnte man denken. Aber Fehlanzeige: Sprite besitzt ganze 28 Prozent Zucker und ist damit noch eine Spur ungesünder. Andererseits enthält sie kein Koffein, nichtmal Farbstoff, hat also auch überhaupt keinen Mehrwert und ist damit noch sinnloser als Cola. Aber ideal, um die nötigen Fettpolster für den drohenden Winter aufzubauen. Gut, wer jetzt schon damit anfängt. Und natürlich auch gut zu wissen, dass es noch Nahrungsmitteldesigner, die wissen, worauf es ankommt: Wasser mit Zucker und Geschmack – mehr braucht man eigentlich nicht zum Leben, oder?
Natürlich suche ich weiterhin nach dem zuckerhaltigsten Getränk. Und erzählt mir jetzt nichts von meinem Guten-Morgen-Tee, der enthält zwar bestimmt 40 Prozent Zucker, aber den braucht man auch morgens vor der Arbeit!
27.08.07
Kleine Anmerkung für alle öffentlich-rechtlichen Programmmacher:Frauen in Indien, wie 3Sat sie gerne zeigt...
... und Frauen in Indien, wie sie in Zehnminutenabständen im indischen Fernsehen gezeigt werden:
27.08.07
Biddibiddibiddi-booooooooty... biddibiddibiddi.... quietsch klong und am Ende gibt's kleine iMacs.
26.08.07
[Aktueller Song: "Rainbows & Pots Of Gold" von Stereophonics]
Wenn man sonst nichts da hat, bieten sich frische Champignons von Aldi mit einer Prise Salz an. Saulecker und obendrein gesund. Und wohl auch die Lösung des Rätsels, warum ich trotz kompletter Obstverweigerung seit dem 8. Lebenjahr noch nicht an Skorbut leide.
26.08.07
... hab' ich mir den Zombie-Look zugelegt:
Die Nebenwirkungen der Chemotherapie. Unbedenklich, sagen die Ärzte. Und das beste ist: Seit der Aufnahme sind noch ein Gelbstich und ein Blutfleck im anderen Auge hinzugekommen. Aber auch das ist weiterhin unbedenklich, sagen die Ärzte. Und solange die Augen nicht aussehen wie nach einem Unfall mit gepanschtem Wodka ist ja auch eigentlich alles bestens. Die schmierige Haut ist übrigens eine direkte Folge der Chemotherapie, mir wachsen zurzeit an den unmöglichsten Stellen die maximal ungünstigsten Eiterbeulen.
26.08.07
Lehrer sind die ewige Zielscheibe von Spott und Hohn. Auch dem rechtsstehenden Bild (Klick für Großansicht) versuchte ich mich an der Karikatur unserer beliebtesten Deutschlehrer, darunter Walter C., Melchior v. B. und natürlich Frau S., die allerdings keine Deutsch-, sondern eine Biologielehrerin war. Schlimm genug. Die wahren Meisterwerke dieser kleinkünstlerischen Anwandlungen habe ich leider nicht auf Papier, sondern auf Schultisch festgehalten, in Raum 60. Dummerweise wurden die in monatelanger, harter Arbeit entstandenen Meisterwerke dort immer kurz vor dem Tag der offenen Tür im Sommer von übermotivierten Sextanern und gutmenschlichen Physiklehrern mit viel Lösungsmittel und noch mehr Arbeit entfernt. Vermutlich passiert das mit dem Lösungsmitte heute aber auch nicht mehr, Eltern sind ja dieser Tage sehr auf die Gesundheit ihrer Kleinen erpicht.
Leider existieren keine Dokumente der monatelangen Arbeit mit Edding, Kugelschreiber und Bleistift an der Tischplatte. Da man sich jedesmal umsetzte, waren am kreativen Prozess der Zeichnungen natürlich oft mehrere destruktive Hirne beteiligt und nicht selten kam es zu kursübergreifender Kommunikation auf der Tischplatte, jeder Tisch war ein Channel, der für die stete Wiederkehr der gleichen Zeitgenossen an den gleichen Tisch sorgte – eine Art prähistorischer Chat, damals, als es noch keine Handys gab und sich niemand einen Laptop leisten konnte.
Es ist schon eine Schande, dass es damals noch keine erschwinglichen Digitalkameras gab, mit der ich diese Kunstwerke hätte festhalten können.
26.08.07
[Aktueller Song: "What It Takes" von Aerosmith]Natürlich dürfen bei Teenager-Peinlichkeiten die Manga-Anwandlungen nicht fehlen. Die folgenden drei Bilder entstanden wohl im Herbst 1996, wenn mich nicht alles täuscht, und zeugen nicht nur von absolut nicht vorhandenem zeichnerischen Talent, sondern auch von dem dringenden Bedürfnis, jetzt mal ganz schnell eine Freundin zu bekommen. Doch das sollte wohl noch einige Monate dauern, seinerzeit. Ganz schlimm dabei: Die 15-jährigen Mädchen, mit denen ich damals ausging, fanden diese Zeichnungen total klasse. Ich habe zahllose davon produziert und natürlich, ganz der große Künstler, unten signiert und verschenkt. Ich hoffe, dass diese Zeichnungen inzwischen alle im Altpapier gelandet sind, denn im Nachhinein könnten sie mir möglicherweise Probleme bereiten...
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26.08.07
OK, ist schon was länger her, dass ich es angekündigt habe, jetzt bin ich endlich bereit dazu. Hier also nun der erste Teil meiner Reihe "Peinlichkeiten aus der Schulzeit". Dinge, über die ich mich selber schäme. Ein Werdegang in Worten, Bildern und Fotos.
Das nebenstehende Comic (Klick für Großansicht) basiert auf einer Geschichte, die irgendwann 1997 durch die Medien geisterte: Ein Polizist irgendwo in Neufünfland hatte im Dienst eine Kollegin erschossen. Das fand ich seinerzeit lustig, so lustig, dass ich meinte, dass ich ein Comic draus machen müsste.
26.08.07
[Aktueller Song: "Jerusalem" von Matisyahu]Mal sehen, wie viele Songs von Coladeckeln, Gutscheinen, aus der NEON und von Burger King und McDonalds ich noch einlösen muss, bis Apple mich aus dem iTunes-Store schmeißt. Aktuelle Bilanz: Von 100 Songs, die ich aus dem iTunes-Store habe, habe ich genau drei gekauft. Alle anderen habe ich kostenlos ergaunert. Mal sehen, ob das irgendwann irgendwem sauer aufstößt.
25.08.07
Toll, da erzähl' ich jahrelang, JAHRELANG, dass ich auf Gothmädchen abfahre und dann muss ich eben im Aldi zwischen Gemüse und Doseneintöpfen feststellen, dass mich hochgewachsene, tussig aussehende Blondinen mit gewagtem Dekoltée innerhalb von Sekundenbruchteilen zu einem lechzenden Haufen hormongetriebenen Männerschrott werden lassen, wenn sie mir diesen Blick zuwerfen, den eben nur hochgewachsene, tussig aussehende Blondinen mit gewagtem Dekoltée an einem Freitagabend draufhaben können.
Das ist doch scheiße...
25.08.07
Humor ist eine scharfe Waffe. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Humor ist die Fähigkeit, ein Lachen hervorzurufen. Der Begriff Humor ist schwer zu definieren und leider ähnlich wie der Begriff "Kreativität" derart positiv beschmutzt, dass ihn jeder zu jeder Gelegenheit gerne in eigene Web 2.0-Steckbriefe einfügt. Da steht dann bei Punkten wie "Charaktereigenschaften" oder "Über mich", dass diese Person "humorvoll" und "kreativ" sei. Meist folgt dann beim Punkt "Vorlieben" der inzwischen inflationär Verbrauchte "englische Humor" und gemeint ist damit natürlich, haha, Monty Python und zwar ausschließlich das unter "Lieblingsfilme" genannte "Leben des Brian", denn den Film kennt man ja und andere auch. Und der wird dann auch fleißig unter "Lieblingszitate" zitiert.
Womit wir uns auch schon beim Kernproblem befinden: Dem Fremdhumor.



Wed, 19.11.2008 16:46